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Der Feldhase ist im Augustenbühl zu Hause – auf der Roten Liste des Bundesamtes für Naturschutz wird er als gefährdet gelistet

Feldhasenkind im Augustenbühl (privat)

Es ist ganz früh am Morgen  – Zeit für einen Spaziergang, um den Vögeln zu lauschen. Die Sonne kriecht eben über den Weißen Stein und erwärmt die Ebene, bis auch der Augustenbühl ganz in der Morgensonne glänzt. In diesen Morgenstunden ist er mir oft begegnet: Meister Lampe, der sprunghaft aus einer Wiese spritzt, weil mein Schritt ihn warnt, oder er eine Bewegung wahrgenommen hat. Das beliebte Langohr gilt in der Fabelwelt als ängstlich und vorsichtig. Vom Fuchs gejagt kennen wir ihn aus vielerlei Kinderbüchern. Aus unserer heimischen Tierwelt ist er nicht wegzudenken. Und trotzdem gehört er mit der Aufnahme in die Rote Liste nun offiziell seit letzter Woche zu den gefährdeten Säugetieren in Deutschland.


Für den starken Rückgang des Feldhasenbestands ist vor allem der Verlust der Lebensräume verantwortlich. Flächenversiegelung und intensive Land- und Forstwirtschaft, der Einsatz von immer größer werdenden Maschinen und die Zerschneidung der Landschaft verschlechtern die Lebensbedingungen vieler Tierarten. Auch die Aufhebung der EU-Bracheverordnung im Jahr 2008 zugunsten der Produktion von Nahrungsmitteln und Energiepflanzen hat die Situation für kleine Säugetiere nochmals verschärft.

Auf der Roten Liste der Säugetiere der Bundesrepublik Deutschland werden 49 von 97 Arten geführt. 10 Taxa gelten als „ausgestorben oder verschollen“. 30 Arten, darunter der Feldhase, sind „bestandsgefährdet“ und 7 „vom Aussterben bedroht“. Wesentliche Gefahren für die Bestände zahlreicher Säugetiere ergeben sich aus durch den Menschen verursachten Lebensraumverlusten und -zerschneidungen. 

Der strukturreiche Augustenbühl bietet dem Feldhasen Lebensraum

Im Augustenbühl herrscht nach wie vor ein natürliches Gleichgewicht. Das Gebiet ist strukturreich mit seinen Gärten, Wiesen und Weinbergen. Viele Naturflächen werden noch extensiv bewirtschaftet und sind somit Lebensräume für viele Tierarten. Diese wunderbare Landschaft bietet alles, was schützenswert ist. Der Augustenbühl e.V. fordert ein Umdenken: Hier muss nachhaltiger Umweltschutz umgesetzt werden. Es ist eine Chance, die nicht vergeben werden sollte

Vorstand

Dagmar Schülke (1. Vorstand)

Michael Kühlen (2. Vorstand)

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