Nr. 44 vom 2. November 2019

Augustenbühl schützen und Wohnraum schaffen

Wir vom Augustenbühl e. V. setzen uns dafür ein, den Augustenbühl als ökologisch besonders wertvolle Fläche zu schützen und vor zukünftiger Bebauung zu bewahren.

Dieses Engagement erfolgt nicht im luftleeren Raum: Wir sind uns bewusst, dass in Deutschland Wohnungsmangel ein drängendes soziales Problem ist und es auch in unserer Gemeinde ein Bedürfnis nach zusätzlichem Wohnraum gibt.

Wir glauben aber, dass in Dossenheim bislang noch längst nicht alle Möglichkeiten genutzt worden sind, innerhalb der bestehenden Bebauung Wohnraum zu erschließen. Wir setzen uns daher für eine umfassende Bestandsaufnahme ein, die folgende Elemente einschließen sollte:

  • Einrichtung eines Leerflächenkatasters, das unbebaute Flächen innerhalb der Gemeinde auflistet, inklusive der durch Bebauung jeweils möglichen Gesamtwohnfläche, wie sie sich durch die Vorgaben des jeweiligen Bebauungsplans bzw. die ortsübliche Bebauung ergibt
  • Einrichtung eines Leerstandskatasters, das leer stehende Häuser und Wohnungen in Dossenheim auflistet, inklusive der jeweiligen Wohnfläche
  • Auflistung der Gebäude und Grundstücke, die im Besitz der Gemeinde sind, inklusive der jeweiligen Wohnfläche (Gebäude) bzw. jetzigen/möglichen Bebauung (Grundstücke) und inklusive etwaiger Baulasten oder Zusagen für eine spätere Nutzung, etwa bei Erbpacht

Wir glauben, dass eine nachhaltige Entwicklung unserer Gemeinde für Jung und Alt, eines der Ziele unseres Vereins, am besten auf Basis dieser Informationen möglich ist.

Es gibt kein „Entweder-Oder“ zwischen Naturschutz und der Schaffung von Wohnraum, so wie vielfach dargestellt. Es ist möglich, Wohnraum zu schaffen und den Augustenbühl in seiner jetzigen Form zu erhalten.